Linoleum

Mit nachwachsenden Rohstoffen hergestellt

Zur Herstellung von Linoleum werden fast ausschließlich nachwachsende Rohstoffe verwendet. Leinöl, Baumharze, Trockenstoffe, Holz- und Korkmehl, Farbpigmente, Gewebe aus Jutepflanzen sowie gemahlenes Linoleum, das in der Produktion als Abfall anfällt, werden zu Linoleum verarbeitet.

Im ersten Schritt wird dafür das zähflüssige Linoleumzement aus Leinöl, Harzen und Trockenstoffen hergestellt. Dieses wird mit Holz- und Korkmehl, Kalksteinmehl und Farbpigmenten sorgfältig verknetet. Die feinkrümelige, homogene Grundmasse wird auf die Jutegewebe aufgepreßt. Nun werden die Linoleum-Bahnen zwei bis vier Wochen lang in großen Reife- bzw. Trockenkammern mit Wärme behandelt. Dadurch erhalten sie ihre Festigkeit. Die Oberfläche des fertigen Produkts wird abschließend mit einer Dispersion versigelt.

Linoleum ist in unterschiedlichen Stärken und Dekors erhältlich. Es ist extrem langlebig, strapazierfähig und druckfest. Im Rahmen der Untersuchung eines Wohnhauses in Berlin-Charlottenburg wurde zum Beispiel festgestellt, dass der aus dem Jahr 1918 stammende Linoleum-Belag nach 50 Jahren der ständigen Nutzung nur 10% seiner urpsrünglichen Dicke eingebüßt hatte.

Linoleum wurde zum Beispiel wegen seiner Verschleißfestigkeit auch von der britischen Marine auf ihren Kriegsschiffen eingesetzt. Einige Hersteller bieten heute Varianten an, die zum Befahren mit Gabelstaplern voll geeignet sind.

Weiterhin ist Linoleum als schwer entflammbar, beständig gegen Fette und Öle, antistatisch und antibakteriell bekannt. Gerne wird es zum Beispiel in Krankenhäusern oder öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. Linoleum ist auch zigarettenglutbeständig.

Hersteller: Zum Beispiel Armstrong DLW, Forbo.

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