Nadelvlies

Nadelfilz und Nadelvlies

Nadelfilz-Bodenbeläge bestehen aus einem mechanisch durch Nadeln verfestigtem Faservlies.

Zur Erzielung optimaler Gebrauchs- und Verschleißeigenschaften werden Nadelfilz-Bodenbeläge nahezu ausnahmslos adhäsiv mit einem Bindemittel behandelt. Solche Bodenbeläge, die aus einem mechanisch durch Nadeln und zusätzlich adhäsiv verfestigtem Faservlies bestehen, werden als Nadelvlies-Bodenbeläge bezeichnet.

Bei der Herstellung von Nadelvlies-Bodenbelägen werden synthetische Spinnfasern, aus Polyamid oder Polypropylen bzw. deren Mischungen verwendet/ vernadelt

Dazu werden zuerst die Fasern, die in Ballenform angeliefert werden, aufgelockert, befeuchtet und als gleichmäßiges Faservlies in mehreren Schichten locker ausgelegt

Im Nadelstuhl werden nun Nadeln mit kleinen Widerhaken durch das Faservlies nach unten gestoßen und zurückgezogen, auf dem Rückweg der Nadeln nach oben werden dabei Fasern von unten hochgezogen. Durch mehrmaliges Auf- und Abbewegen der Nadeln werden die Fasern auf diese Weise verdichtet und verfestigt.

Man unterscheidet einschichtige und zweischichtige Nadelvliese. Bei zweischichtigen Vliesen werden für die Trägerschicht/Rücken preiswerte Fasern verwendet und die Nutzschicht wird weniger stark ausgelegt, sodass zweischichtige Nadelvliese preiswerter hergestellt werden können.

Nadelvlies-Bodenbeläge werden hauptsächlich als Bahnenware (Breite 200 cm) geliefert. Es sind jedoch auch Fliesen für die selbstliegende Anwendung (in der Regel im Maß 50 x 50 cm) möglich.

Je nach Art und Dosierung der Bindemittel, mit denen das Nadelfilz behandelt wird, lässt sich Härte oder Weiche im Griff steuern.

Nadelvlies-Bodenbeläge sind sehr robust und widerstandsfähig, und z.B. für Büros mit Stuhlrollenbelastung geeignet.

Hersteller: Zum Beispiel Firma Findeisen.

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